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Cyberpainter
30.03.2004, 10:21
Paintball darf in Stuttgart gespielt werden

Verwaltungsgericht hebt Verbot für umstrittenes Spiel auf - Betreiberin in Zuffenhausen erhält Rechtsschutz
Stuttgart - Das heftig umstrittene Paintball-Spiel, das eine Betreiberin einer Sportanlage in Stuttgart-Zuffenhausen anbieten wollte, darf nun doch gespielt werden. Das Verwaltungsgericht hat die Verfügung der Stadt Stuttgart mit Androhung eines Zwangsgeldes bei Verstoß von 5000 Euro aus den Angeln gehoben.

Von Stefan Siegle

In der Mitteilung des Verwaltungsgerichts heißt es, dass es zwischen dem sehr kriegsspielähnlich ausgerichteten Spiel "Gotcha" und dem Paintball, wie es die Betreiberin anbieten wollte, ein erheblicher Unterschied bestehe. Es handle sich nämlich nicht um ein Spiel, dessen Inhalt nahezu ausschließlich in der Simulation des Tötens bestehe. Denn anhand des Regelwerks sei zu erkennen, dass das "Markieren von Mitspielern nur ein Aspekte einer mehrschichtigen Spielhandlung ist, die als Ziel hat, dass eine Mannschaft so viel wie möglich Punkte einfährt." Die Gewichtung innerhalb des Spiels mache deutlich, dass das Markieren eines Spielers mit Farbe nur untergeordnete Bedeutung habe. So erhält ein Spieler nur fünf Punkte, wenn er einen Gegenspieler markiert, während er für das Reißen der gegnerischen Flagge 25 Punkte und das Ablegen der Flagge sogar 50 Punkte erhalte.

Genau dies hatte die Antragstellerin als Argumentation für die Genehmigung des Spiels dem Ordnungsamt vorgelegt, die in ihrer Verfügung vom Februar diesen Jahres aber die Auffassung vertreten hatte, das "spielerisch simulierte Töten" von Menschen durch beschießen mit Kugeln aus einem Farbmarkierer bei den Paintballspielen bejahe oder bagatellisiere die Gewalt. Darüber hinaus sei "wegen der möglichen Auswirkungen einer solchen Tendenz auf die allgemeinen Werttvorstellungen und das Verhalten in der Gesellschaft mit der verfassungsrechtlichen Garantie unvereinbar." Doch dem widerspricht der Beschluss des Verwaltungsgerichts. "Durch die detaillierte Haus- und Spiellordnung der Antragstellerin sind die Grenzen gezogen, Spiel- und Alltagswelt zu verwechslen." So seien auch das Tragen von Tarnkleidung oder militärischer Kleidung, das Verwenden von Markierfarbe in Rottönen, die Benutzung der Farbmarkierer außerhalb des Spielfeldes und die Verwendung vollautomatischer Markierer oder Markierer mit Laserpunktvisieren untersagt. Zudem weise die gesamte Spielumgebung keine Ähnlichkeit mit realen Kampffeldern auf. Die Stadtverwaltung wollte zum Urteil keine Stellungnahme abgeben.

Quelle:
http://www.ez-online.de/lokal/stuttgart/stuttgart/Artikel29577.cfm

EUser
30.03.2004, 11:29
Das nenn ich mal ein Urteil, das den Sinn von Paintball richtig wieder gegeben hat.
Es wurde auch langsam Zeit! :D

Cyberweasel
30.03.2004, 11:35
:respekt: an die "Antragsstellerin"

:prost2: Auf diesen Supererfolg!!

Mr.NIce69
30.03.2004, 12:13
Stuttgart - Das heftig umstrittene Paintball-Spiel, das eine Betreiberin einer Sportanlage in Stuttgart-Zuffenhausen anbieten wollte, darf nun doch gespielt werden. Das Verwaltungsgericht hat die Verfügung der Stadt Stuttgart mit Androhung eines Zwangsgeldes bei Verstoß von 5000 Euro aus den Angeln gehoben.

Von Stefan Siegle

In der Mitteilung des Verwaltungsgerichts heißt es, dass es zwischen dem sehr kriegsspielähnlich ausgerichteten Spiel "Gotcha" und dem Paintball, wie es die Betreiberin anbieten wollte, ein erheblicher Unterschied bestehe. Es handle sich nämlich nicht um ein Spiel, dessen Inhalt nahezu ausschließlich in der Simulation des Tötens bestehe. Denn anhand des Regelwerks sei zu erkennen, dass das "Markieren von Mitspielern nur ein Aspekte einer mehrschichtigen Spielhandlung ist, die als Ziel hat, dass eine Mannschaft so viel wie möglich Punkte einfährt." Die Gewichtung innerhalb des Spiels mache deutlich, dass das Markieren eines Spielers mit Farbe nur untergeordnete Bedeutung habe. So erhält ein Spieler nur fünf Punkte, wenn er einen Gegenspieler markiert, während er für das Reißen der gegnerischen Flagge 25 Punkte und das Ablegen der Flagge sogar 50 Punkte erhalte.

Genau dies hatte die Antragstellerin als Argumentation für die Genehmigung des Spiels dem Ordnungsamt vorgelegt, die in ihrer Verfügung vom Februar diesen Jahres aber die Auffassung vertreten hatte, das "spielerisch simulierte Töten" von Menschen durch beschießen mit Kugeln aus einem Farbmarkierer bei den Paintballspielen bejahe oder bagatellisiere die Gewalt. Darüber hinaus sei "wegen der möglichen Auswirkungen einer solchen Tendenz auf die allgemeinen Werttvorstellungen und das Verhalten in der Gesellschaft mit der verfassungsrechtlichen Garantie unvereinbar." Doch dem widerspricht der Beschluss des Verwaltungsgerichts. "Durch die detaillierte Haus- und Spiellordnung der Antragstellerin sind die Grenzen gezogen, Spiel- und Alltagswelt zu verwechslen." So seien auch das Tragen von Tarnkleidung oder militärischer Kleidung, das Verwenden von Markierfarbe in Rottönen, die Benutzung der Farbmarkierer außerhalb des Spielfeldes und die Verwendung vollautomatischer Markierer oder Markierer mit Laserpunktvisieren untersagt. Zudem weise die gesamte Spielumgebung keine Ähnlichkeit mit realen Kampffeldern auf. Die Stadtverwaltung wollte zum Urteil keine Stellungnahme abgeben.

stolen by www.ez-online.de

maydayartist
30.03.2004, 12:28
Na das ist doch mal wieder eine gute Nachricht :supi:

Vor allem hat das Gericht genau der Sichtweise zugestimmt wie sie von Nöten ist um Paintball als (Fun)Sport zu etablieren.
Auch die daran angeknüpften Auflagen sind sehr fair und vor allem die aufgelisteten Tabus beim Sup-Air (denke mal Zuffenhausen ist nen Sup-Air) eh nicht nötig.

Assi
30.03.2004, 12:28
kewle Sache :)

FU Stadtverwaltung ;)

Frontliner
30.03.2004, 12:28
In den USA könnte man jetzt sagen: "Hier wurde soeben eine Präzedenzfall geschaffen!"...


Da kann man dann doch eigentlich wunderbar drauf verweisen, wenn man wieder mal von irgend welchen Gemeinden Knüppel zwischen die Beine geworfen bekommt, was... :D


Endlich mal eine coole Nachricht!

BooN
30.03.2004, 13:14
Hi...
ohne eure Euphorie jetzt bremsen zu wollen, in der Stuttgarter
Zeitung hört sich das ganze etwas anders an. Bei der Entscheidung
des Verwaltungsgerichts ging es "nur" um den Sofortvollzug der
städtischen Verfügung - in der Sache selber steht die Entscheidung noch
aus. Ich hab hier mal den Artikel:

https://www.pbportal.de/media/attachments/1/3/4/www.pbportal.de-paintball-482915-9666.jpg

Karsten001
30.03.2004, 14:19
@boon: hast recht, aber es ist dennoch ein erfolg. man stempelt und jetzt nicht mehr einfach ab und schärt alles über einen kamm.

die richter scheinen sich nun auch gedanken zu machen und sehen auch einen unterschied zwischen gotcha und paintball.

jetzt hängt natürlich alles von der weiterführenden argumentation des anwalts ab und von dem benehmen (!) der paintballspieler in der öffentlichkeit.

grüße

karsten

SonicBe@m
30.03.2004, 15:09
wohne zwar in münchen aber
:supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi:

wenn das mal nicht erfolgsversprechend ist was dann!
:supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi:

Ren Hoek
30.03.2004, 15:43
"Gotcha oder dessen Variante Laserdrom" -> rofl, da hat die Stuttgarter Zeitung ja mal super recherchiert :lol: :supi:

IrrerIvan
30.03.2004, 19:47
Naja ich als alter Esslinger hab mich erstmal den halben Tag über das Bild aufgeregt , welches da drüber abgedruckt war .
Das war ein Typ in Vollcamo + Pumpe auch Maske und Hopper waren in camo ....
Aber der Artikel ist sonst nicht übel
Vielleicht kann ich das Bild noch irgendwie hier reinposten ma sehen

agent orange
31.03.2004, 08:18
also im böblinger bote kam der artikel auch, allerdings ohne irgendein bild.
wenn da aber echt ne zeitung so den "woody woodland" dazu abgebildet hat, sollte man die vielleicht anschreiben und auf ihre unfähigkeit hinweisen.

obmiT
31.03.2004, 09:27
Heute Stuttgarter Zeitung

https://www.pbportal.de/media/attachments/1/4/2/7/www.pbportal.de-paintball-483548-9687.jpg

PsychoDadRemsMurr
31.03.2004, 13:47
:weizen: :angel: :) :D

Heute aus der Zeitung.

PsychoDadRemsMurr
31.03.2004, 14:00
:D

https://www.pbportal.de/media/attachments/1/3/1/3/2/www.pbportal.de-paintball-483769-9694.jpg

Ravenlock
31.03.2004, 14:03
Welche Zeitung ist das denn?
Gibt's den Artikel vielleicht auch in einer lesbaren Groesse online?

agent orange
31.03.2004, 14:18
guckst du im portal unter "paintball in anderen medien" oder so.
der artikel kam gestern schon.

aber verstehe ich das richtig, dort doch die letzten wochen gespielt, obwohl es von der stadtverwaltung verboten wurde und noch kein anderes gerichtsurteil vorlag?

Gorak
31.03.2004, 14:29
schaust du https://www.pbportal.de/forum/showthread.php?s=&threadid=53465

Joghurt
31.03.2004, 16:01
Farbkugelschießen in der Halle ist nichts anderes als HäuserkampfHmm...
Irgendwie kommt mir der Spruch so vor als hätte der die Halle nie gesehen... :hammer:

Subsiccx
05.04.2004, 06:57
@joghurt

:lol: :lol: :lol: :happy: :lol: :lol:

DIZZY
05.04.2004, 08:49
Gleich mal eine Unterlassungsklage gegen die Zeitung losschießen, da sie ja wissentlich falsches (Camo = in dieser Halle verboten) in Verbindung mit dem Artikel setzt bwz. müsste man wissen was unter dem Bild steht, vielleicht ja sowas wie "hier geht es nicht so zu wie oben abgebildet? :rolleyes: :angel: " ... dann wär´s auch okay

:happy: