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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schwache Reaktion auf negative Presse zum Thema Paintball


Grzimek
11.08.2003, 22:28
Ich hab mir mal Gedanken zu dem Thema gemacht, was man anstellen kann, wenn mal wieder ein Bericht im Fernsehen oder den Printmedien erscheint, der Paintball in der Öffentlichkeit schlecht da stehen lässt und bin zu folgender Überlegung gekommen:

Es findet sich eine Gruppe von Paintballern zusammen, die jedes mal, wenn solch ein Bericht auftaucht, einen Haufen böser Briefe schreibt. Wichtig ist dabei, dass die Briefe wirklich ernst genommen werden können, also nicht pubertäres Pro-Paintball-Gepöbel sind. Deshalb sollten die Briefe auch vorher von den anderen Mitgliedern der Gruppe kritisiert werden.
Ein Vorteil: Oftmals wird man gar keine neuen Briefe schreiben müssen, sondern einfach nur alte leicht modifizieren müssen, womit sich auch der Arbeitsaufwand in Grenzen halten würde.

Somit wäre auf jeden Fall mal ein Anfang gemacht gegen die Verunglimpfung von Paintball in der Öffentlichkeit. Ob es die Wende bringt ist vielleicht fraglich. Aber wer nicht den Mund auf macht, kann auch schlecht gehört werden.

rungus
12.08.2003, 00:31
ist gar nicht schlecht, deine idee!!:supi:
so könnte man was reissen, oder immerhin versuchen, selbiges zu tun!ist allemal besser als nichts zu tun!

screech
12.08.2003, 08:39
Die Idee ist ganz ok, viel bringen wird das aber trotzdem nicht!

Die Masse macht's. Wenn die 100 sehr gute Leserbriefe kriegen könnten die Darauf reagieren. Ansonsten nicht.

Und oft gehen die Sender und Zeitungen einfach darüber hinweg. Das habe ich bereits beim Thema Computerspiele gesehen!

Diejenigen, die sich beschweren werden beschwichtigt und in einem Monat kommt wieder so ein Artikel.

Es wird versprochen Aufklärungsarbeit zu leisten und die Interviews werden so zurecht geschnitten, dass nur Scheisse bei herum kommt.

Dabei liegt das oft auch garnicht daran, was die Reporter schreiben oder berichten, sondern an den Verlegern, die ausschließlich die öffentliche Meinung bestärken wollen. Denn nur, wer im Einklang mit der Masse berichtet, wird gerne angeschaut! Die Menschen möchten sich bestärkt, nicht kritisiert sehen. Das ist der Punkt.

Ich denke mehr Erfolg hätte man, wenn man eine Großveranstaltung macht, bei der man berichtet, worum es bei Paintball geht und die Hardware vorstellt. Problem: das ganze wird nicht erlaubt sein bzw. man dürfte wohl keine Werbung dafür machen...

to be continued

Darkfungus
12.08.2003, 09:01
Also muss die Masse erst auf den Trichter kommen das PB nichts schlimmes ist..... nur wie ??

Aber Irgendwie glaub ich das solche Sachen hier schon sehr oft durchgekaut wurden

Wankman
12.08.2003, 09:22
Hallo,

ich denke das Ansatz ist ganz gut. Jedoch halte ich es für sinnvoller wenn das durch eine Interessenvertretung aller deutschen Paintballer passiert. Ich meine damit einen Verband. Bisher ist das mit den deutschen Paintballverbänden ja eher ein Chaos.

Mal einige Gedanken dazu:

1. Rechtsbeistand durch den Verband in Paintballfragen. Der Verband kann Musterprozesse führen z.B. bei Spielfeldproblemen, Spielfeldschließungen usw.

2. Schaffung einer starken Lobby der Paintballer in Deutschland.

3. Versicherungsschutz der Mitglieder auf Paintballveranstalltungen sowie Hin und Rückreise.

4. Presse und Öffentlichkeitsarbeit

5. Zusammenführung unterschiedlicher Ligen.

6. Mitwirkung in Fragen um das Waffengesetz.

7. Aufnahme in den Deutschen Sportbund.

8. Musterbriefe

Das sind einige spontane Gedanken die ich habe. Es ist nicht damit getan das sich einige Paintballer mit Briefen gegen negative Presse wehren, das muß fundiert, rechtlich sauber und geballt passieren. Und andere Sportarten, oder Hobbys machen es und vor wie es geht. Ich bin Mitglied in zahlreichen anderen Verbänden und kenne die Macht eines solchen Verbandes. Ich kann also nur sagen, gemeinsam sind wir stark !!!!

Grzimek
12.08.2003, 09:50
OK, damit wäre ja eins mal klar:

1. Es muss was passieren.

2. Gemeinsam.

3. Öffentlich.

Keine leichte Sache. Speziell deshalb, weil alle gerne reden, aber keiner Lust hat sich den ganzen Tag in ein solches Projekt reinzuknien (und ich denke, bei mir ist es wie bei den meisten hier im Forum nicht anders). Aber das ist ein anderes Problem.

Was ich mir auch sehr schwierig vorstelle ist möglichst alle Paintballer unter einen Hut zu bekommen.
Beispiel aus einem anderen Bereich, der stark zu kämpfen hat:

Es gibt 100e MC´s, Motorradinteressengemeinschaften, etc. Die größte Vereinigung ist wahrscheinlich die Biker Union. Die haben aber im Vergleich zur Zahl der aktiven Motorradfahrer immer noch sehr wenige Mitglieder. Ansonsten herrscht ein Chaos. Jeder Verein will was anderes, gemeinsame Aktionen auf die Beine zu stellen ist fast unmöglich (Chopper und Rennsemmel zusammen, das geht doch nicht.... :hammer: ). Demos und Protestaktionen verkommen zur Witzveranstaltung.

Eine ähnliche Situation haben wir ja auch. Woodies, Pros, Funspieler...

Nur das wir eigentlich in der glücklichen Lage sind, quasi noch gar nicht organisiert zu sein und es dementsprechend besser machen können.
Ich sehe eine Möglichkeit in den diversen Paintballshops. Die haben jeden Tag mit dem Thema zu tun und sind in der Materie drin und haben auch wenigstens ein wenig Geld im Nacken. Problem: Macht ein Shop so eine Art Verein auf, wird der nächste das auch machen und wir haben Deutschland vor 1871, also die gleiche Situation wie bei den Motorradfahrern.
Wie gesagt, eine gemeinsame Organisation ist von Nöten.

Linus
12.08.2003, 19:45
Und oft gehen die Sender und Zeitungen einfach darüber hinweg. Das habe ich bereits beim Thema Computerspiele gesehen!

stimmt nicht, jedenfalls nicht immer. ich habe einen komentar an den autor eines schlechten artikels über paintball geschrieben ( war auch hier im forum als " zweifelhafter bericht " im "andere über PB". der herr hat mich dann einen tag später angerufen und mich gefragt ob er meinen komentar als leserbrief abdrucken dürfte. habe ihm dann nach formeller überarbeitung den text zum abdrucken zugesandt, was er dann auch tatsächlich gemacht hat. er hat sich wohl sehr mit meiner argumentation auseinandergesetzt und mir versprochen, die halle, über die er negativ geschrieben hatte ( ohne dagewesen zu sein ) doch zu besuchen und sich das ganze näher anzuschauen.
desweiteren hat er eine begründung abgegeben, warum er eine besondere abneigung gegen waffen ( die er wohl durch sein vorheriges halbwissen über pb auch damit assoziiert hat ) hat und deswegen der ganzen sache anfangs sehr negativ gegenüber stand.

ich weiss nicht ob es ne gute idee ist, so eine truppe zusammen zu stellen die schlechte presse mit leserbriefen bearbeitet. wer bitte würde sich selbst hier als qualifiziert dafür betrachten solche arbeit zu leisten und dabei keinen mist zu machen. die meisten hier im forum die sich sowas ausdenken und sich engagieren wollen spielen aber meist noch nicht sehr lange und haben noch keinen guten gesamtüberblick über die szene und alles was abgeht. ohne genug hintergrundwissen fällt es schwer treffend zu argumentieren. hinzu kommt, so sehe ich das jedenfalls, viele sprachlich nicht ( oder noch nicht ) in der lage sind sich intelligent und präzise auszudrücken. ein weiteres problem ist der sportler/ woddy-streit.
ich würde es zum beispiel nicht einsehen irgendwelche spinner zu verteidigen, die mit ihren replikas irgendwo im wald erwischt wurden. auch kann ich in im ganzen replika und camofetisch mehr kriegsspiel als sport erkennen. ich will mit dem kriegsspiel nichts zu tun haben, ich treibe sport, bzw extrem und leistungssport. natürlich habe ich nichts gegen woodlandspieler, nur beschreibt das für mich den unterschied zwischen paintball und got'cha. mein anliegen besteht auch unter anderem darin, der öffentlichkeit diesen unterschied klar zu machen. das bedeutet allerdings nicht das ich gegen woodland bin, selbstverständlich soll auch das in den meisten varianten erlaubt sein, doch will ich damit nicht in verbindung gebracht werden weil ich pb spiele.

will damit keine woody/ sup'air-diskussion losbrechen, sondern nur mal meine meinung dazu sagen. klar schreibe ich komentare und leserbriefe an zeitungen mit schlechten artikeln, aber für sport und nicht für hobbykrieger. sorry, ist aber nun mal so...

Impperator
13.08.2003, 07:37
also die idee finde ich vom grundsatz her gut, da es mal ein anfang währe!
es gibt viele leute hier im forum die regen sich darüber auf das schlecht über PB geredet wird, sind aber nicht bereit etwas da gegen zu unternehmen!

allerdings sehe ich dort die gleichen gefahren wie einige meiner vorredner, wenn ich mich hier im forum so umschaue hätte ich bei einigen leuten bedenken, wenn diese versuchen würden unsere interessen in der öffentlichkeit zu vertreten!!!

wie schon gesagt, die idee finde ich gut, nur glaube ich das sie wieder einmal (wie leider schon tausende von guten ideen vor ihr) nicht umgesetzt wird!

was uns halt doch noch fehlt ist ein funktionierender verband oder so etwas!
aber auch dort gas es immer wieder aktionen die sich nach einem grossen "peng" wieder nur in heisse luft verwandelt haben!

@Grzimek:
nun denn, sollte etwas zu stande kommen und es gibt eine möglichkeit dich dabei zu unterstützen, gib bescheid!

ansonsten:
cu
lars

Grzimek
13.08.2003, 08:28
Damit die Briefe wirklich die breite Meinung wiederspiegeln könnten sie ja hier im Forum diskutiert werden. Haben wir schon mal in einem anderen Forum gemacht. Hat eigentlich ganz gut funktioniert und ist einiges bei rum gekommen. Allerdings, bei einer größeren Masse könnte es einfach zu viel werden.

Was ich etwas bedaure ist, dass ihr die Tatsache, dass etwas geschehen muss vergesst und euch stattdessen selber Steine in den Weg legt indem ihr euch zu viele Gedanken über das wie macht. Ich meine, ein paar Leserbriefe werden genauso wenig Schaden anrichten, wie sie wirklich die Wende bringen werden. Aber auf der Guthaben-Seite kann man verzeichnen, dass es überhaupt eine Reaktion ist. Und das ist auf jeden Fall besser, als gar nichts zu tun.

Linus
13.08.2003, 19:08
und euch stattdessen selber Steine in den Weg legt indem ihr euch zu viele Gedanken über das wie macht

ich finde es besonders wichtig sich über das "wie" gedanken zu machen. leserbriefe sind schließlich nicht nur ein komentar an den autor eines artikels, sondern werden auch für die leser abgedruckt. somit repräsentiert ein leserbrief die meinung eines oder mehrerer spieler, die dann auch an die öffentlichkeit gelangen. dadurch kann man entweder den ruf der community verbessern oder verschlechtern...

ich denke es ist eher sehr gefährlich sich keine gedanken zu machen, und alles was öffentlichkeitsarbeit angeht sollte genau durchdacht sein.

Lokutus1975
27.05.2005, 07:50
Aus Erfahrung (bin selbst Journalist) weiß ich, dass "Leserbrief-Bombardement" nicht wirklich gut ankommt. Viele Kollegen reagiern dann nach dem Motto "getroffene Hunde bellen am lautesten".
Ihr könnt Journalisten nur davon überzeugen, dass PB ein richtiger Sport ist, wenn ihr sie einladet. Geht als Verein/Team auf die Medien zu, lasst sie spielen, erklärt ihnen alles. Ihr müsst aktiv werden, nicht warten, bis jemand reagiert.
Denn sonst reagieren die Medien auf irgendwelche Beschwerden, Anzeigen über illegales Spielen etc. und sind von vornherein auf der falschen Schiene. So snid mit Sicherheit die meisten positiven Artikel über PB zusatende gekommen.
Allerdings ist das Erzeugen von Öffentlichkeit immer mit Risiken verbunden, die auch in diesem Forum nicht erwähnt werden müssen. Das ist auch der Grund, warum man kaum etwas über die größten Turniere liest, obwohl da Tausende Menschen rumrennen.

Die Medaille hat immer zwei Seiten.

TooTall
27.05.2005, 08:45
Ich freu mich, wenn paintball in der öffentlichkeit erscheint.
ob positiv oder negativ - mir lachs.

free promotion...

akut
27.05.2005, 09:18
Da kannst du dich doch auch auf den Kopf stellen... das interessiert die Journalisten gar nicht.

Da gehts doch schon lange nicht mehr um die Verbreitung von Informationen. Die Story muss schön reisserisch sein sonst interessiert es die breite Masse nicht. Was daran wahr ist interessiert noch weniger und wenns doch mal der Wahrheit entsprechen sollte, dann wirds halt anders gedreht...

TooTall
27.05.2005, 11:57
Eben - Meistens bewirken diese negativen Reportagen a la explosiv , taff etc etc.
eher das gegenteil und die dargestellten "Sünden" werden gehyped...

Man nehme beispielsweise sämtliche Malle/Lorrett/Springbreak reportagen...

tiny
28.05.2005, 03:59
ne richtigstellung muß jeder sender bringen.....sowas wär anzustreben wenn se müll erzählen...

Obsession
30.05.2005, 15:57
Ich halte die Idee von Lokutus bis jetzt am konstruktivsten.
Wenn du in dieser Art arbeitest und die meisten Paintballclubs dazu bewegst dieses auch zu tun, desto besser geht sowas.
Den Ruf der Community zu verbessern ist keine Arbeit, die innerhalb von ein paar Monaten passiert. Es ist ein Projekt über Jahre....und genau DAS würde man damit erreichen. Es ist zwar ein Projekt über Jahre, aber es ist glaub ich die beste Methode. Denkt mal drüber nach, wenn ihr den nächsten Bericht seht. Ich glaube nicht, dass sich die Medien dagegenstellen, wenn man sie einlädt einmal mitzuspielen bzw. mal eine tiefere Reaktion zu erhalten!