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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : zweifelhafter bericht


father
15.07.2003, 13:36
hallo, folgendes hab ich bei pbportal gerippt :

http://newsregional.stimme.de/kraichgau/0,-2025288138,0,0,0,0.html/0,-921200614,0,0,0,0.html/


Wo die bunten Kugeln fliegen
Von Steffan Maurhoff und Franziska Feinäugle
In Fürfeld macht es schon die Runde: In einer Lagerhalle am Gottlieb-Daimler-Ring schießen Menschen in ihrer Freizeit aufeinander. Mit bunten, mit Lebensmittelfarbe gefüllten Plastikkugeln. Martialisches Treiben für die einen. Für die anderen Sport.

Die Anfrage im Gemeinderat musste Tiefbauamtsleiter Hans Ulrich Kretz bejahen: Jawohl, es gebe eine Art "Gotcha"-Bahn im Stadtteil Fürfeld. Bemerkt habe es der Bauhof, weil jemand bunte Plastikgeschosse in einen Gully gekehrt hatte. Diese platzen bei einem Treffer auf; der Getroffene ist "markiert".

Mit Unbehagen fragte Ruprecht Bentz im Rappenauer Gemeinderat nach, ob das mit dem Waffengesetz vereinbar sei. Es ist. Aber nicht ohne Wenn und Aber. "Grundsätzlich ist das Schießspiel laut einem VGH-Urteil sittenwidrig, das heißt: verboten", gibt der Unterländer Polizeisprecher Rainer Köller Auskunft. "Aber das ist ja so ungefähr wie mit einem Luftgewehr. Man darf auf befriedetem Besitztum damit schießen, wenn gewährleistet ist, dass keines der Geschosse das Gelände verlassen kann."


Der Kauf der "Gotcha"-Waffen ist erlaubt, das Führen - also das Bei-Sich-Haben außerhalb der eigenen vier Wände - nicht. Weil im Spiel Tötungshandlungen simuliert werden, widerspreche es dem " durch den Schutz der Menschenwürde und den Schutz des menschlichen Lebens geprägten Wertesystem", argumentiert der VGH.

Im Bad Rappenauer Baurechtsamt trudelte kürzlich ein Antrag auf Umnutzung der ehemaligen Lagerhalle ein. Hallenbesitzer Friedrich Layher möchte hier eine "Paintball Arena" betreiben. Auf dem Stahltor steht schon geschrieben, was die Verwaltung erst noch absegnen soll. Ob sie es tut, weiß Hans Ulrich Kretz noch nicht. Nach dem Baurecht habe man keine Handhabe. Denn die Halle wird nicht umgebaut, nur umgenutzt. Aber nach dem Ordnungsrecht? Vielleicht weil das Treiben in der Baller-Halle eine Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung bedeutet? "Das wird geprüft", so Kretz auf Anfrage.


Kein Anlass zur Beunruhigung sieht Hallenbesitzer Layher. Er habe das Gebäude an eine "Art Verein" vermietet, sei aber selbst nicht Mitglied. Kontakt habe er lediglich zu einem jungen Mann, der den Vertrag unterzeichnet habe. Was die Leute beim Paintball treiben, empfindet er als ein Spiel. "Verboten ist es nicht." Seit April wird in der Halle geschossen: Mit einer Art Drucklufgewehr feuern gegnerische Mannschaften die Farbkleckskugeln aufeinander.

"Die betrachten das wie ein Fußballspiel. Die wollen nur ihre Freizeit gestalten", verdeutlicht Layher. Dass die Vorstellung, wie Menschen aufeinander schießen, und sei es mit Plastikkugeln, unweigerlich an ein Kriegsspiel erinnert, weist der Hallenbesitzer von sich. "Auf dem Fußballplatz geht es manchmal auch zu wie im Krieg. " Außerdem ist er schlicht und ergreifend froh, die Halle in diesen Zeiten überhaupt vermietet zu haben.

Stichwort "Paintball"

Paintball ist eine Version des Räuber- und Gendarme-Spiels. Es wird auch "Gotcha" genannt, das kommt von "I've got you" (Englisch: "Ich hab' dich.") Unter www.paintball.de heißt es dazu im Internet: Zwei Mannschaften spielen gegeneinander. Es geht darum, die Fahne der Gegner zu erobern und zum eigenen Fahnenpunkt zu bringen. Jeder getroffene Spieler scheidet aus, egal wo er getroffen wurde. Das Spiel ist auch gewonnen, wenn alle Spieler der gegnerischen Mannschaft "markiert" wurden. Zur Sicherheit tragen die Akteure eine Schutzmaske, die die hohe Energie einer Paintballkugel absorbieren kann. Die Einhaltung der Regeln wird durch Schiedsrichter, Marshalls genannt, überwacht. Eine Mannschaft besteht fünf, sieben oder zehn Spielern. Die Spieldauer liegt meist zwischen 10 und 20 Minuten. Die Mannschaftsstärke und die Spieldauer hängen vom Spielgelände ab. Manche sind in Waldstücken angelegt, andere auf freiem Gelände. Auch in eigens für das Spiel präparierten Häusern und Hallen wird gespielt.


teiweise schmeißen die journalisten schon mit halbwahrheiten um sich, findet ihr nicht?

Frosty
15.07.2003, 14:20
Hey Father.

Du hast den Kommentar an der Seite nicht gelesen.Der war der Abschuss.So mit :"was ist der nächste Kick?Wit scharfen Waffen rumballern"Moment,ich suchs kurz raus.

Frosty
15.07.2003, 14:28
So, jetzt hab ichs:

......Und trotzdem beschleicht einen Unbehagen,wenn Menschen mit harmlos scheinenden Feuerwaffen aufeinander schiessen.Der Kick ist vermutlich realer als bei einem Videospiel.Die körperliche Ertüchtigun höchswahrscheinlich auch.
Aber mal im ernst: Der Unterschied zwischen Sportschützen und Rambos schwindet hier dramatisch.Der schritt geht weg vom Bildschirmspiel,hinein in die Realität.Leicht ist auszumalen, wie der nächste Schritt aussehen könnte: Der nächste Kick schiesst scharf.
Wer Schusswaffen bis zu diesem Zeitpunkt als harmlos begriffen hat,kennt nicht, was sie bringen können.TOD.Grenzenloses Leid.Das ist dann kein lustiges Spielchen mehr.:shake:

Linus
15.07.2003, 14:56
Bei soviel voreingenommener, unseriöser Berichterstattung wird mir als angehender Journalismusstudent richtig schlecht :kotz:

9of10
15.07.2003, 15:19
naja es gibt bessere berichte aber das was ihr meintet links stand war die meinung des Reporters und genau dieser reporter hat auch einigermaßen gut recherche betrrieben immerhin hat er den kopletten text von OPM kopiert!

father
15.07.2003, 20:02
@Frosty

danke, bei mir hat der link leider nicht gefuntzt!

Linus
16.07.2003, 17:07
habe denen einen komentar geschrieben. sie haben sich bei mir gemeldet und gefragt ob sie ihn als leserbrief abdrucken können. melde mich nochmal wenn's was neues gibt.

Assi
16.07.2003, 17:18
Wo kann man da Kommentare schreiben?
Bin zu blöd das zu finden :D

Linus
16.07.2003, 17:30
unten rechts auf "kontakt" klicken.

bleibt freundlich, aber schreibt eure meinung. ich glaube diese leute kann man überzeugen sich auch mal die "andere Seite" anzusehen. bin grade dabei vielleicht was zu organisieren...

vielleicht solltet ihr an die dort proklamierte Weltoffenheit appelieren...

http://medienhaus.stimme.de/tageszeitungen/heilbronnerstimme/