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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : KSTA vom 22.05.2003


mallmann
22.05.2003, 16:32
Hier ein Bericht aus dem Kölner Stadtanzeiger vom 22.05.2003

http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1053530961026

Wenn ein Splatter den Marshall trifft

Beim Paintball müssen die Mitspieler Taktiken ausarbeiten und mit Farbe schießen. Sie robben durch Schlammpfützen, stoßen wilde Kampfesschreie aus, beschießen sich mit Farbkugeln und sind unter ihren Masken doch nur Menschen.
Holly liegt auf dem Boden. Seine Hose hat an den Knien dunkle Flecken, vom feuchten Laub. Er ist der Letzte im Team, verschanzt sich hinter einer großen Holzkiste. Ein paar Meter entfernt lauert Thomsen hinter einem dicken Baumstamm. Die Waffe hat er im Anschlag, alle paar Sekunden zischen einige Geschosse in Richtung Gegner. Mit der Hand gibt er seinem Teamkollegen Zeichen, von links zu stürmen. Dieser sprintet sofort los und drückt ab. Holly wird im Brustbereich und am Oberschenkel getroffen.

In einem echten Gefecht wäre er jetzt verblutet, stattdessen nimmt sich Holly ein Tuch und wischt die neongrüne Farbe von seiner Jacke. Das Spiel kann weitergehen. "Three, two, one, GO!" Die "Markierer", wie die futuristischen Schießeisen genannt werden, könnten aus "Star Wars" geliehen sein, die Helme aus Darth Vaders Kleiderkammer stammen. Paintball (oder auch Gotcha) erfreut sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit.

Seit 1988 amerikanische Militärs den Sport zu uns brachten, wächst die Fangemeinde stetig. Rund 50 000 Spieler, so schätzt man, gehen in Deutschland mehr oder weniger organisiert auf die Jagd im Gelände. "Thomsen", in Wirklichkeit Thomas Gerigk (21), ist Teamleader der "Shadowrun" und schießt seit zwei Jahren professionell. Er war schon auf etlichen, auch internationalen, Turnieren und kennt die Szene.

Ihn stört, dass Paintball immer noch als "Brutalo-Sport für Kriegsfanatiker" verschrien ist. "Paintball ist wie Schach, man muss Taktiken ausarbeiten und diese dann umsetzen. Das Ganze erfordert ein unheimliches Teamgefühl, damit man sich auf die anderen blind verlassen kann - auch wenn´s brenzlig wird."

Teamsport hin, Kritik her: Paintball steht schon seit seinem Entstehen permanent im Kreuzfeuer der Medien und Friedensorganisationen. Für sie ist Paintball gleich Krieg, die Spieler sind waffenvernarrte Bundeswehrfreaks. Doch eine Studie zeigt: Paintballer kommen meist aus gutem Hause, sind normal bis überdurchschnittlich gebildet, und unnötige Brutalität ist ihnen fremd. Trotzdem haben sie es nicht leicht: In jedem Bundesland gibt es nur ungefähr drei offiziell zugelassene Plätze, da fährt man schon mal einige Stunden bis zum nächsten Feld. Und Mitglied in einem eingetragenen Team muss man sein.

"Paintball spielen kann man eigentlich in jedem Gelände", weiß Roger Jackson, der das "Eifel-Blitz"-Gelände auf dem US-Army-Stützpunkt in Bitburg leitet. Tief im Wald liegen die Pro- und Amateur-Felder, abgegrenzt mit Netzen, zur Sicherheit der Zuschauer. Ein teurer Sport ist Paintball nur für die Profis: Die Markierer kosten ab 250 Euro aufwärts, für Schutzmaske, Kugeln und sonstiges Zubehör gehen schnell mehrere Hundert Euro drauf. Profis wie Thomas zahlen für ihre Luxus-Markierer schon mal bis zu 1700 Euro, dafür kann man aber über ein digitales Menü am Griff alles erdenklich Wichtige und Unwichtige einstellen.

Die Geschosse sind ummantelt mit Gelatine, die Farbe ist Lebensmittelfarbe. Mit bis zu 270 Stundenkilometer fliegen die Kugeln bis zu 50 Meter weit. Da ist eine spezielle Schutzmaske Pflicht, ansonsten können schwere Verletzungen entstehen. Auch Thomas hat schon so manchen dicken blauen Fleck abbekommen, manche verschwanden erst nach Wochen. Einen wahren Fan kann das aber nicht verschrecken. "Beim Fußball verletzt man sich häufiger", sagt Thomas, zieht sich seine bunte Maske und das schrille Trikot mit Blitzen an. "Thomsen" ist wieder in seinem Element und stürmt zurück aufs Feld.

Headbanger
22.05.2003, 17:15
Ist auf jeden Fall ein guter Tatsachenbericht.
Stellt die Sache ziemlich neutral dar.

RST
22.05.2003, 17:19
Nur der Anfang stört mich ein wenig,aber der Rest liest sich recht gut. ;)

wischem
22.05.2003, 17:19
Naja, kommt en bisserl oft Krieg drinne vor aber es gab schon schlimmere Artikel!

DLDS
22.05.2003, 17:36
ist der artikel auch in der Zeitung selbst ? Oder nur online ?

Finn
22.05.2003, 20:51
270 Stundenkilometer


what the fuck:confused:

Linus
22.05.2003, 22:32
Nun ja, nicht ganz das Wahre meiner Ansicht nach. "Schießeisen", "durch Schlammpfützen robben", "wilde Kampfschreie ausstossen", Starwars, " schießt seit 2 jahren professionell...", ... Ich denke das auch dieser Artikel unser Bild in der Öffentlichkeit nicht unbedingt verbessern wird. Ich jedenfalls bin noch nie beim spielen durch Schlammpfützen gerobbt und ich gebe eher Positionsangaben durch anstatt Kampfschreie auszustossen...
Aber ich hab schon mal schlechtere Artikel gelesen.

fierce
23.05.2003, 06:25
Original geschrieben von DLDS
ist der artikel auch in der Zeitung selbst ? Oder nur online ?

Der Artikel ist auch in der Zeitung selber, zusammen mit einem Bild von einem Mädel auf dem Eifel Blitz Spielfeld und der Autor des Artikel heißt Christoph Hoffmann.

sonic
23.05.2003, 08:17
Original geschrieben von fierce
Der Artikel ist auch in der Zeitung selber, zusammen mit einem Bild von einem Mädel auf dem Eifel Blitz Spielfeld und der Autor des Artikel heißt Christoph Hoffmann.

ME - Christoph Hoffmann ??? glaube ich persönlich nicht ...

cu S;)NIC

Christoph
23.05.2003, 08:29
Hallo...

Also ich war es nicht !!!:eek:

Eventuell gibt es ja noch einen Christoph unter den ca 280.000 Hoff-und Hofmännern in Deutschland!


Ich bitte dies zu beachten.

Danke

wischem
23.05.2003, 10:00
Uh da fühlt sich aber einer direkt beleidigt ;)

SKPA.ul
23.05.2003, 12:01
Original geschrieben von -»$mîlÅ«-
"Thomsen", in Wirklichkeit Thomas Gerigk (21), ist Teamleader der "Shadowrun" und schießt seit zwei Jahren professionell. Er war schon auf etlichen, auch internationalen, Turnieren und kennt die Szene.

:confused: Warum hat er den Schreiber dann in den Wald geführt??? Wenn er die Szene kennt, sollte er doch wissen, dass da sowas mit Schlamm und Krieg rauskommt. Ein Sup-Air Feld wäre sicherlich etwas besser geeignet um einem "nicht Pb-ler" unseren Sport vorzustellen. Aber zumindest ist der Artikel recht neutral....

IrrerIvan
23.05.2003, 13:12
Also ich find den Artikel super is klar , dass der am Anfang das alles sau dramatisch darstellt den Bericht sollen die Leute ja auch lesen da muss für die Zeitung schon auch n bisschen Aktion drinstecken damit muss man leben .
Aber im MIttelteil bis Ende ist das ja mal nur Sahne was der Bursche da schreibt . Noch ein paar solche Berichte und die Menscheit hat uns liebt :D :supi:

mfg Iv:hammer: n

mallmann
24.05.2003, 17:12
Also ich bin durch ein paar Arbeitskollegen auf den Bericht aufmerksam geworden.
Sie fragten ob ich nicht sowas machen würde.
Klärte sie ein wenig auf und das wars.
Wurde super viel im Bekanntenkreis auf den Artikel angesprochen, hängt mir schon zu Hals raus das mich alle fragten und ich dann erstmal erklären musste. *gg*

Alles in allem würde ich sagen ist der Bericht ganz ok. Er schreibt zwar ein wenig Mist, aber er behandelt das Thema Paintball.

Und das doch das was zählt.

Ich kann selbst negativer Berichterstattung noch was positives entnehmen.

Jedenfalls zur Zeit noch...
Wenn es mal in den Köpfen der Leute ist sollte man anfangen Aufklärung zu betreiben.

Aber so lange.... mehr davon.

P.S.: Ich habe auch nicht schlecht über den Namen des Authors gestaunt. ;-)

Jaeman
31.05.2003, 09:15
Hallo ihr Lieben,

erstmal Danke für das Lob, aber die Leute die Kritik üben, haben auch recht! Christoph Hoffmann ist Jung-Redakteur des Kölner Stadtanzeigers. Ich habe ihn erst auf unserem Event bei Roger kennengelernt, und habe alle Hände voll zu tun gehabt, ihm die ganzen Gerüchte über Paintball auszureden!!
Aber das ging ganz gut!! Er musste nur irgendetwas schreiben, was den Hauptredakteur reizt und überzeugt!! Deshalb hat er in dem Artikel etwas dramatisiert, was die Darstellung angeht! Gefällt mir persönlich auch nicht! :(

Mir persönlich ging es mit dem Artikel darum, dass Paintball mal ins Alltagsgespräch kommt, und sich Leute damit auseinandersetzen. Die Darstellung war so geplant, dass die Leser erst das typische Image des Paintballspiels vorgesetzt bekommen, und man dann den Irrglauben mit sachlichen Informationen über den Sport aufklärt!!
Dies ist gelungen, denke ich, wobei die Resonanz an meiner Person überall positiv war!!

Würde mich aber auch mal über andere Paintballspieler freuen, die versuchen den Sport ins rechte Licht zu rücken!! DEN NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!!!

Grüsse an Alle!

Thomas

:team: SHADOWRUN :team:

Jaeman
31.05.2003, 09:16
Hallo ihr Lieben,

erstmal Danke für das Lob, aber die Leute die Kritik üben haben auch recht! Christoph Hoffmann ist Jung-Redakteur des KölnerStadtanzeigers. Ich habe ihn erst auf unserem Event bei Roger kennengelernt, und habe alle Hände voll zu tun gehabt, ihm die ganzen Gerüchte über Paintball auszureden!!
Aber das ging ganz gut!! Er musste nur irgendetwas schreiben, was den Hauptredakteur reizt und überzeugt!! Deshalb hat er in dem Artikel etwas dramatisiert, was die Darstellung angeht! Gefällt mir persönlich auch nicht! :(

Mir persönlich ging es mit dem Artikel darum, dass Paintball mal ins Alltagsgespräch kommt, und sich Leute damit auseinandersetzen. Die Darstellung war so geplant, dass die Leser erst das typische Image des Paintballspiels vorgesetzt bekommen, und man dann den Irrglauben mit sachlichen Informationen über den Sport aufklärt!!
Dies ist gelungen, denke ich, wobei die Resonanz an meiner Person überall positiv war!!

Würde mich aber auch mal über andere Paintballspieler freuen, die versuchen den Sport ins rechte Licht zu rücken!! DEN NUR GEMEINSAM SIND WIR STARK!!!

Grüsse an Alle!

Thomas

:team: SHADOWRUN :team: