PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : bericht über maxs masters 2003 im pfälzischen merkur


nikon
08.05.2003, 13:20
ohne kommentar...weil echt klasse bericht!

Fun, Sport und Party - Paintball

Als vor Jahren Skate-Boards oder Inliner die Straßen eroberten, waren viele sicher, dass es sich dabei nur um eine kurzfristige Ausfallerscheinung handelt. Stattdessen eroberte ein neuer Trend die Sportwelt: die Funsportarten. Irgendwie anders, irgendwie ausgefallen und irgendwie herausfordernd sollte es schon sein. Seitdem hat sich in diesem Bereich viel getan.

Federführend bei Funsportarten sind nach wie vor die USA. Aus Amerika schwappte auch vor einigen Jahren die Paintball-Welle nach Deutschland. Mittlerweile hat diese Sportart einen großen Zulauf erfahren und beginnt damit, sich zu etablieren.

Das Problem für Paintball liegt darin, dass, zumindest in Deutschland, viele Vorbehalte gegen diesen Funsport herrschen. "Paintballspieler werden immer in die Schublade gesteckt, sie würden in Tarnklamotten durch den Wald laufen und sich gegenseitig ,töten. Das hat aber mit Paintball nun wirklich nichts zu tun", erklärt Klaus-Uwe Leonhard. Er ist einer der Geschäftsführer von Kammerer's Paintball Shop (KPS) in Homburg-Erbach. Am Anfang sei so was zwar vorgekommen, und heute gebe es noch genug schwarze Schafe, die aber damit den Sport in Verruf bringen würden.

Klappe die Erste: Action

Über Ostern war in Bitburg eines der größten Paintballturniere in Deutschland. 105 Teams zu je sieben Spielern aus fast 20 Nationen trafen sich im Zuge der MAXS European Masters. Diese Serie geht über sechs Turniere in sechs Ländern. Auffallend war zum einen ein riesiger, bunter Hype neben den Spielfeldern und eine große Disziplin bei allen Spielern. Der Regelkatalog für Paintball ist mittlerweile sehr umfassend und regelt auch streng das Verhalten neben den Plätzen.

Paintball wird im Falle der Masters auf einem Feld mit etwa halber Größe eines Fußballplatzes gespielt. Darauf befinden sich mit Luft gefüllte Hindernisse. Je sieben Spieler stehen sich auf den kürzeren Seiten des Platzes, hinter einem Sichtschirm, gegenüber. Beim Anpfiff stürmen beide Mannschaften aus der Deckung und dann geht es los. Ziel des Spieles ist es, eine kleine Flagge, die über den Sichtschirmen hängt, zu klauen und über seinen eigenen Schirm zu hängen. Die Spieler haben darüber hinaus die Möglichkeit, die Teamstärke der anderen Mannschaft zu verkleinern, indem sie diese mit kleinen Farbkugeln (Paintballs) markieren. Wer an einer beliebigen Stelle des Körpers oder der Ausrüstung markiert ist, wird von den Schiedsrichtern vom Platz gestellt. "Das verwechseln die Leute meist mit einer Tötungshandlung", bedauert Leonhard.

Zum besseren Verständnis dient die Erklärung, wie Paintball entstanden ist. In Amerika wurden Paintballs (Farbkugeln) anfangs benutzt, um beispielsweise Rinder zu markieren. Statt ein Rind also umständlich einzufangen, und in Panik zu versetzten, hat man es mit einem Druckluftgewehr und einer Farbkugel markiert. Daraus entwickelte sich die Grundidee zu dem Sport. Leonhard dazu: "Mittlerweile hat das aber kaum noch etwas miteinander zu tun. Die heutigen Markierer beinhalten modernste Technik, das Regelwerk ist umfassend, die Strafen bei Missachtung sehr hart."

Damit alles regelgerecht vorgeht, kann es passieren, dass auf dem Platz ebenso viele Schiedsrichter wie Spieler vorhanden sind. Sie entscheiden auch, wann jemand markiert ist oder gegen die Regeln verstößt. Auffallend: Bei einer Entscheidung gibt es kein Motzen, wie so manches Mal beim Fußball.

Gespielt wird in drei Kategorien: Novice, Amateur und Pro. In jeder Gruppe werden Teams aus allen Bereichen zusammengewürfelt, um den unerfahreneren Spielern die Möglichkeit zu geben, die Profis zu erleben oder ein klares Bild von ihrem Leistungsstand zu bekommen.

Am ersten Tag werden die Spielfelder besucht, um schon einmal Taktiken für das Spiel festlegen zu können. Ab dem zweiten Tag wird von morgens sieben bis abends um 20 Uhr gespielt.

Im Gespräch macht sich bei Spielern und Kennern der Community aber Enttäuschung über die Akzeptanz von Paintball in Deutschland breit: "Wir finden es sehr bedauerlich, dass unser Sport so totgeschwiegen wird," ist die einhellige Meinung. Bei dem Turnier in Toulouse sei es beispielsweise üblich, dass die Siegerehrung von dem Bürgermeister der Stadt vorgenommen werde.

Probleme ohne Ende

"In Deutschland haben wir schon Schwierigkeiten Plätze zu finden, auf denen wir trainieren können", bedauern alle. So kam es auch das über 700 Spieler unbeachtet von der Öffentlichkeit ein Megaturnier abhielten. Ebenso einhellig distanzierten sich die Spieler aber auch von denen, die illegale Spiele abhalten. Das seien genau die, die den Sport in Verruf bringen würden.

"Wir bieten jedem an, uns mal näher kennen zu lernen, und sich ein eigenes Bild von Paintball zu machen, aber es ist kaum jemand bereit dazu. Da wird lieber an bestehenden Vorurteilen festgehalten", bedauert Klaus-Uwe Leonhard. Für ihn ist es schon ein großer Sieg, dass man im Saarland Paintball einstimmig in den Betriebssport aufgenommen hat. "Wir hatten tolle Gespräche, und auch hier konnte man die ganze Ablehnung nicht verstehen, nachdem man sich eingehend informiert hat", erinnert sich Leonhard. Jetzt bemüht man sich um einen Trainingsplatz im Saar-Pfalz-Kreis. Diese Bemühungen stoßen aber auf erbitterten Widerstand.

Sebastian Volkmer


bericht hier klicken (http://www.pfaelzischer-merkur.de/jugend/G7UEE00O_1.php3)


hier noch ein dickes fettes danke an sebastian volkmer, der sich mit uns die kompletten pbportal masters um die ohren geschlagen hat für den super bericht.

abgesehen davon, ist eine kleine serie über paintball im jugendteil des pfälzischen merkurs geplant.


mfg,

vera :angel:

Pups
08.05.2003, 13:29
schöner bericht :)

Headbanger
08.05.2003, 13:35
Sehr schön.

Nikon, ich hoffe doch dass du die folgenden (geplanten) dann auch hier rinpostest...

Köpi
08.05.2003, 13:46
:supi:

mal ein echt guter Bericht

:D

Inquisitor
08.05.2003, 14:34
@nikon

Na da hat sich doch unser Gruppenkuschlen im KPS-Zelt mit dem Reporter mehr als gelohnt! :D


Echt super Bericht! :supi:

Tiger2002
08.05.2003, 17:45
Na also, es geht doch :supi:

Ich möchte hiermit den Schreiberling für den noch nicht existierenden Paintball-Medien-Preis nominieren, hoffetlich hat der Artikel eine gewisse Vorbildwirkung.

Tiger

Bimo
08.05.2003, 19:31
dazu nur ein fettes :respekt:
:supi: mehr davon

JesusPB
08.05.2003, 22:31
:supi:

wer hat hier eigentlich PR connections, vitamin B oder etc? ich will mehr davon sehen

sonic
08.05.2003, 22:43
Klappe die Erste: Action


das sagt doch schon viel aus .... wird vielleicht eine serie ... ;) ...

cu S;)NIC

Puppetmaster
08.05.2003, 22:59
Das verdient den Doppeldaumen:supi: :supi: !



mfg Puppetmaster

AngelZocker
08.05.2003, 23:36
Kann mir jemand einen Link zum Original Artikel geben oder ihn für mich digitalisieren (einscannen oder abfotographieren)?

Danke

PSYDUKE
09.05.2003, 07:59
Link ist doch da ... schau im ersten posting

SeDis
09.05.2003, 10:51
Endlich mal was positives, denke auch, dass man das nicht so oft liest :( Aber immer ein Anfang: Dafür :supi: :supi:

MasterG
09.05.2003, 11:05
Geile Sache.... :supi: :supi: :supi:

Frog
09.05.2003, 13:58
EINFACH NUR GUT


:supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi: :supi:
Weiter so!!!:)

IrrerIvan
09.05.2003, 14:09
Riesen Dankeschön an Sebastian Volkmer und KPS. Endlich mal hat die Presse gezeigt dass es noch seriöse und gut recherchierte Berichterstattung gibt.:respekt:
Weiter so !:supi: