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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : War on Wheels


Der Bunker
06.01.2003, 21:11
Ich poste hier einen Artikel aus einer Autozeitschrift. Das ganze wurde heute von einem aufgeschreckten User in meinem Forum gepostet, und euch will ich es natürlich nicht vorenthalten. Also, hier eine Kopie des Postings (das für Entsetzen sorgte):

***** Kopie des Postings START *****

Ich habe da einen Artikel gelesen, bei dem haben mir echt die Ohren geschlackert. Es ist wirklich nicht zu fassen was ein paar Idioten sich ausdenken können, wenn sie zuviel Zeit und zu wenig Hirn haben. Aber Ihr müsst das selber lesen.
Übrigens: Der Artikel stammt aus dem MOTORAVER-Magazin. Das ist ein recht geiles Blättchen, das sich eigentlich nicht mit Paintball, sondern mit Autos der Siebziger und allem was dazugehört beschäftigt.


["Da, auf elf Uhr kommen sie, fahr rüber - los". Krauti reißt das Steuer rum und fährt über den Mittelstreifen auf die Gegenfahrbahn; setzt sich hinter einen weißen Audi Quattro, der auf einen Stau zu rast. Mike lehnt sich aus dem Fenster und ziehlt. Knatternd drückt die Semiautomatik der Farbkugeln aus dem Lauf in Richtung Audi. Passanten zucken zusammen – drei Frauen schreien auf. Der Audi bremst, steht quer, gibt wieder Vollgas und fährt über den Gehweg. „Scheiße, der ist weg!“ „Und, hast du ihn?“ „Fuck, der Bus war dazwischen!“ Nein, das war kein Polizeieinsatz und auch kein eigenproduzierter Actionweichspüler für „Alarm für Cobra 11“-Fans. Das ist War on Wheels. Woche für Woche liefern sich eine handvoll adrenalingeile Halbstarke wilde Verfolgungsjagden durch die Straßen Berlins. Das alleine wäre sicher keine besondere Meldung wert, wenn die Jungs und Mädels dabei nicht auch noch bewaffnet wären und in ihrem speziellen Tarnlook eher an Terrorakt als an Feierabendvergnügen erinnerten. Jeweils in Zweierteams treten zwei Mannschaften bewaffnet mit handelsüblichen Gotchaknarren gegeneinander an. Das Ziel ist es, die gegnerischen Teams durch Treffer auf die Front- oder Heckscheibe abzuschießen. Das Team, das übrig bleibt, hat den Tagessieg. Oberste Regel: Keine Regeln. Alles ist erlaubt. Die StVO ist keine Größe in diesem Spiel. Der besondere Kick, das Ganze in einem authentischen Großstadtumfeld durchzuziehen, ist genau das, was die Freaks in ihrem ersten Gotchaleben immer vermisst hatten. Die ständige Panik, von Ordnungshütern aus dem Verkehr gezogen zu werden, bringt sie erst auf Drehzahl. Die Konsequenzen könnten verheerend sein. „Wenn du mit einer zusammengebauten Knarre erwischt wirst, ist der Arsch ab“, weiß Nelly aus eigener Erfahrung zu berichten. „Einige aus der Clique haben breits Verfahren wegen illegalen Waffenbesitzes und Gebrauch einer Schusswaffe im Straßenverkehr an der Hacke. Verdammt teurer Spaß“ Deshalb hat der Fahrer neben der Durchführung von waghalsigen Manövern auch die Aufgabe, ständig auf Fußvolk und Hutträger zu achten, die panisch zum Handy, um in Erfüllung ihrer Bürgerpflicht die Rückkehr der russischen Besatzungstruppen zu vermelden. Gerade in Berlin-Mitte ist die Polizei seit dem 11. September extrem nervös, erst recht, wenn Leute in Kampfanzügen und mit gezückten Waffen durch die Straßen jagen. Mit breitem Grinsen bereichtet die Crew über die durch ihr Wochenendvergnügen verursachte Totalsperrung des Regierungsviertels im vergangenen Mai. Ausnahmezustand. Es war Zeit für die SOKO Auto-Gotcha... „Am geilsten allerdings“, erzählt Krauti, „sind immer noch die japanischen Touristen. Die denken jedes Mal, sie kommen in den nächsten Aktionfilm mit Arnie. Ärgern zun die sich nur darüber, dass sie ihre Knipse nicht schnell genug an den Start kriegen.“
Angefangen hatte alles an einem ganz normalen Wochenende. Gotcha war angesagt. Unterwegs zu einem der oft weit außerhalb liegenden Spielfelder kommt Ben ein Gedanke: „Warum solange tatenlos im Auto sitzen?“ Es ist klar, was passierte. Frei nach dem pazifistischen Motto „Der Weg ist das Ziel“ feuerte er eine Salve aus seiner halbautomatischen VM 68 auf das hinter ihm fahrende Auto von Mike. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Ab sofort hieß es: Vollgas statt volle Deckung. Doch Landstraßen boten noch immer zu wenig Deckung und noch weniger von dem, was ihr wahrer Treibstoff ist: Der ultimative Kick. Das, was im Wald zählt, also Abwarten und aus dem Hinterhalt zuschlagen, muss auch beim Auto-Gotcha Gesetz sein. Deshalb war klar, es musste eine richtig fette Kulisse her. Der Großstadtjungel Berlins war bisher nur ihr abendliches Partyrevier. Ab sofort war er auch das neue Gotcha-Schlachtfeld. Häuserschluchten als Hinterhalt, Golf 4 und Touristenbusse als Deckung und die ständige Panik, der SOKO Auto-Gotcha in die Hände zu fallen. Deutschland ist im Gegensatz zum sonstigen Europa nicht gerade ein klassisches Gotcha-Land. Hierzulande wird die Gotchagemeinde immer wieder zu Unrecht in die rechte Ecke gedrängt. Selbst Vergleiche mit rechtsradikalen Wehrsportgruppen werden gezogen. Eine Lobby gibt es für die Freizeitlegionäre nicht. Dafür umso mehr populistische Politiker und engstirnige Spießer, die ihnen das Leben schwer machen. Deshalb wird es immer schwieriger, Genehmigungen für neue und somit legale Spielfelder zu bekommen. Die Konsequenz: Legal, Illegal, Scheißegal. Die Gotchas verzichten zusehends auf Genehmigungs- und Behördenschikane. Deutschlands Straßen sind freigegeben. Des Wahnsinns letzte Runde wird eingeläutet. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel England oder das Ursprungsland USA. Hier existiert eine mit der Bundesliga vergleichbare Spielrunde, die auch in der Bevölkerung und den Medien eine hohe Akzeptanz genießt. Kein Modell, das auf das vergangenheitsbeschwerte Deutschland anwendbar ist. Spaß ist hier ein Fremdwort. Political Correctness wird groß geschrieben. Um nicht versehentlich Ottonormalbenzinverbraucher im gepflegeten Leasing-BMW abzuflaken, hat die Gemeinde als Erkennungszeichen Aufkleber mit ihrem Logo produziert. Meistens unauffällig verklebt auf den Heckscheiben der auch aus MOTORAVER-Sicht amtlichen Karossen. So ließt sich die Liste der Streitwagen wie die, alter Gangsterfilme: 76er Thunderbird, 73 Commodore GS, 84er Audi Quattro, 78er W 116, 84er Chevy Blazer, 78er Taunus II......
Genauso unmissverständlich wie War on Wheels klingt, sind auch die 10 GEBOTE DES HIGH-SPEED-GAMES:
1. Ein Team besteht aus zwei Personen – Driver und Gunner.
2. Treffer auf die Front- oder Heckscheibe bedeuten das sofortige Aus des Teams.
3. Treffer auf die Seitenscheiben, die Seitenbleche oder die Räder gelten nicht.
4. Begrenzung auf 400 Schuss pro Wagen. (Nur so haben Teams mit nicht automatischen Pump-Guns eine Chance.)
5. Für den Gunner gilt Maskenzwang.
6. Die StVO ist während der Spielzeit außer Kraft gesetzt.
7. Unbeteiligte dürfen nicht ins Visier genommen werden.
8. Das Spielfeld ist vor Spielbeginn genau fest zu legen.
9. Das Verlassen des Spielfeldes bedeutet sofortige Disqualifikation.
10. Sieger ist, wer sauber bleibt.]


***** ENDE *****


Wie blöd muss man dafür sein ???

RST
06.01.2003, 21:43
Kaum zu fassen!:shake:

schaumalan
06.01.2003, 21:47
Ich meine der Bericht ist ja recht objektiv geschrieben und sogar eher pro Paintball. Die nehmen das ganze ja sogar noch irgendwo in Schutz. Aber das die Leute wirklich auf solche Ideen kommen ist schon ein starkes Stück... :shake: :freak5:

Jockel
06.01.2003, 22:08
also bisher der positivste Artikel, den ich über Paintball gelesen habe...liegt vielleicht daran, daß er in einer Zeitschrift veröffentlicht wurde, die eher an ein jugendlicheres Publikum gerrichtet ist...
das ist auch son Problem hier:
mit den Interessen der Leute unter 30 Können die Politiker heutzutage wohl nix mehr anfangen...

Impreza
06.01.2003, 22:08
Naja, eigentlich ist der Artikel nicht unbedingt pro-paintball. Zwar stellt der gute Verfasser fest, dass der Sport in .de (zu Unrecht) keine hohe Akzeptanz genießt, unterstellt aber gelichzeitig, deshalb würden die Paintballer ohne Rücksicht illegal zocken...

... dann fällt es mir ehrlich gesagt etwas schwer, das ganze zu glauben :eek: :doubt: Haben die keine Nummernschilder an ihren Karren? Spätestens nach 5 Minuten gäbs den ersten Unfall. Sobald Waffen (für Passanten sind die Markierer nicht von echten Waffen zu unterscheiden) im Spiel sind, wär die ganze Polizei auf den Beinen... und das in Berlin, nicht in irgendeinem Dorf! Nicht zuletzt wär sowas verstärkt durch die Presse gegangen oder in Nachrichten gelandet.

Also mag sein, dass sowas ähnliches mal passiert ist... ist aber bestimmt keine ständige Freizeitbeschäftigung der Leute! Wahrscheinlich ist da etwas die Phantasie mit dem Redakteur durch gegangen, wie man das iVm. Paintball und ähnlichem ja gewohnt ist :rolleyes:

:supi:

Jockel
06.01.2003, 23:52
dann fällt es mir ehrlich gesagt etwas schwer, das ganze zu glauben Haben die keine Nummernschilder an ihren Karren? Spätestens nach 5 Minuten gäbs den ersten Unfall. Sobald Waffen (für Passanten sind die Markierer nicht von echten Waffen zu unterscheiden) im Spiel sind, wär die ganze Polizei auf den Beinen... und das in Berlin, nicht in irgendeinem Dorf! Nicht zuletzt wär sowas verstärkt durch die Presse gegangen oder in Nachrichten gelandet.

Als ich vor etlichen Jahren mal mit Jugen Trainiert mal n paar Tage in Berlin war, ist vor unserem Hotel n Wagen mit Crash Kids gegen nen Laternenpfahl gefahren...sowas scheint da an der Tagesordnung zu sein...auf frischer Tat haben sie die Typen jedenfalls nicht erwischt.
Spätestens wenn son Markierer Grüne oder Weisse Fecken in der Landschaft hinterlässt ist auch den Passanten klar, daß da keiner mit ner AK auf Blutrausch ist...manche rufen dann vielleicht nicht die Bullerei, die Gleichgültigkeit ist in "D" ja auch ziemlich verbreitet. ...und einige scheints ja auch schon erwischt zu haben..

übrigens könnte man ja mal aufm ADAC Testgelände anfragen, ob die das übers Wochenende auch vermieten, dann besorg ich mir extra dafür n Schrottauto :devil:

Yakoozer
13.01.2003, 22:35
:eek: :eek: :shake: :palle: :palle: :shake: :eek: :eek:

Raptor
15.01.2003, 17:56
Ja nee is klar.

Da fehlen mir doch glatt die Worte :freak5:

:doh: :doh: :doh: :doh:

Was soll man dazu noch sagen :confused:

Old Man
15.01.2003, 18:22
ob der Artikel Pro Paintball geschrieben worden ist - oder nicht.

Allein Aufgrund der Tatsache, das die mitten in der Großstadt ihre Gotschaknarre benutzten und Öffentlich herumballern wird es (hoffentlich niemals) noch weitere Gesetze und Verbote gegen Paintball hageln, weil die Gesetzgeber/Politiker nicht raffen werden, das soetwas mit dem Paintballsport nichts zu tun hat.

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Die ticken doch nicht ganz richtig :mad: :evil: :grmpf: :hammer: :freak5: :shake: :confused: :( :o:

zedeK
16.01.2003, 13:46
irgendwie iss es schade zu sehn wie man doch objektiv übr PB berichten kann und trozdem genau das falsche dabei vermittelt ...
aber ich kann mir auch kaum vorstellen das die das in berlin city mal ebend so ohne probleme oder ohne erwicht zu werden praktizieren ...

nuja für mich genau solche idioten wie im wald spielende kiddies denen alles egal iss :grmpf: :shake: