Review: Dangerous Power G5
Ich habe mir kürzlich die DP G5 besorgt und dachte mir, dass ich bei der Gelegenheit eigentlich gleich einmal ein Review zum G4 Nachfolger verfassen könnte. Im Folgenden stelle ich euch also die Dangerous Power G5 aus der Sicht eines Spielers vor, der in seiner Paintball Laufbahn schon etliche verschiedene Markierer gespielt hat. Ich hoffe es ist für den ein oder anderen interessant oder sogar hilfreich.
Nun zur Review:
Als erstes fällt das schlauchlose Design auf, dass man in diesem Preissegment als durchaus bemerkenswert bezeichnen darf. Außerdem besitzt sie ein Klemmfeed sowie ein ON/OFF das mittels Hebel funktioniert.
Lieferumfang:
Im Lieferumfang ist eigentlich alles dabei, was man zur Wartung braucht.
Im Einzelnen sind das:
• der Markierer selbst
• einteiliger Lauf in Wagenfarbe
• ein kleines O-Ring Kit
• weitere Ersatzteile wie Schrauben/Federn
• eine kleine Tube Fett
• ein Set Inbusschlüssel
• ein Barrelsock
• ein paar Dangerous Power Sticker
• farbige, bebilderter Bedienungsanleitung
Die Verpackung der G5 ist wie bei der G4 eine Pappbox. Da hätte man ,meiner Meinung nach, schon auf etwas Hochwertigeres umstellen können. Die Verarbeitung des Markers selbst wirkt dafür aber auf den ersten Blick gut und hochwertig. Außerdem muss ich die Anleitung an dieser Stelle lobend erwähnen. Sie ist sehr gut strukturiert und durch farbige Bilder und Grafiken sehr leicht verständlich.
Trigger:
Bei Markierern im mittleren bis unteren Preissegment immer wieder Grund zur Kritik, ist der Trigger der G5 extrem gut einstellbar. Der Widerstand wird sowohl über eine Feder als auch einen Magneten erzeugt. Den Trigger selbst ist Kugelgelagert und kann ,wie auch bei wesentlich teureren Markierern, über 4 Schrauben einstellt werden. Außerdem lässt sich das Seitenspiel des Triggers über 2 Madenschrauben anpassen. Es sollte also jedem möglich sein, das perfekte eigene Setup zu finden. Genug Einstellmöglichkeiten sind jedenfalls vorhanden.
Der Regulator:
Dangerous Power hat den Shims ja schon vor längerer Zeit den Rücken gekehrt und so ist es keine Überraschung einen ganz normalen Federregulator vorzufinden.
Was allerdings auffällt, ist der fehlende Schlauch. Der Druck wird durch Bohrungen im Body geleitet, so dass kein unnötiger Kabelsalat im Inneren des Body entsteht.
Der Bolzen:
Nun kommen wir zu dem Teil, der mich als Wartungsfaulen besonders gefreut hat. Der Bolt besitzt einen einzigen O-Ring und ist innerhalb von einer halben Minute gewartet.
So einen wartungsfreundlichen Bolt hab ich selten gesehen und bin, wie man vielleicht schon heraus gelesen hat, sehr begeistert.
Erste Testeindrücke:
Die G5 wurde von mir „out of the box“ gestestet, d.h. ich habe keinerlei Einstellungen vorgenommen. Getestet wurde sie mit einem Rotor und einer Stako mit Ninja Reg. Verschossen wurde jeweils eine Kiste Winterpaint und eine Kiste Trainingspaint in einer sau kalten Halle.
Zuerst natürlich einchronen. Als erstes stellt man fest, dass sie ordnungsgemäß mit deutscher Feder im Reg daher kommt. Interessanterweise lief sie aber trotz sehr niedriger Temperaturen auf relativ konstanten 210 Fps. Die Schwankungen reichten bei 10 Schuss von 199- 214 Fps, was für einen uneingestellten Markierer unter diesen Bedingungen vollkommen ok ist.
Als nächstes ab aufs Feld und das Handling testen. Eindrücke zum Handling sind natürlich eine sehr subjektive Sache und können dementsprechend bei jedem anders ausfallen. Dadurch dass die G5 ein sehr niedriges Eigengewicht hat und zusätzlich auch von den Abmessungen sehr kompakt ist, liegt sie gut in der Hand und Bewegungen/ Handwechsel gehen sehr leicht von Statten. Rein gefühlt spürt man eigentlich nur das Gewicht des Rotors, der ja von Haus aus etwas schwerer ist. Durch die mittige Position des Hoppers aus dem Markierer passte das aber in meinen Augen gut zueinander und ergibt ein gut ausbalanciertes System.
Am Schussbild gab es ebenfalls keine großen Überraschungen. Der mitgelieferte einteilige Lauf macht einen guten Job und ermöglicht gerade Lines ohne Ausreißer. Da die Paint keine Highend-Paint und es sehr Kalt war kam es auf 4000 Schuss zu 3 Platzern. 2 davon waren im Lauf, diese führe ich auf schadhafte Paintballs zurück. Der eine Platzer im Breech des Markierers war auch kein großes Problem. Durch den Bolzen wurden die Augen wieder gut frei gewischt und funktionierten weiter einwandfrei. Beim anschließenden Nachschauen waren keine Schalenteile oder größere Verschmutzungen durch den Platzer zu finden.
Die Effizienz war vollkommen zufriedenstellend. Mit 4500 Psi konnte ich ohne Probleme 9 Pötte verschießen. Wenn man den Markierer erstmal richtig eingestellt hat sollte man selbst diesen guten Wert noch steigern können.
Fazit:
+ guter Lieferumfang mit Ersatzteilen und Fett
+ hochwertige Verarbeitung ( guten Spaltmaße und gutes Eloxat)
+ sehr gute Anleitung
+ spitzen Preis-Leistung-Verhältnis
- billiger Pappkarton mit Styroporinnenleben
- sehr kleine Tube Fett
Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit der G5. Sie stellt eine gelungene Weiterentwicklung der G4 dar und ist für rund 370.- wirklich ihr Geld wert. Wenn die Paintballer über die Schwächen ihrer Vorgängerin hinwegsehen können und der G5 eine Chance geben, denke ich, dass sie sich in ihrem Preissegment gegen über der Konkurrenz behaupten wird. Kurzum eine Markierer der für alle Lebenslagen und Zwecke vollkommen ausreichend sein sollte.