Banzai
30.10.2003, 17:06
Hallo Ihr lieben Eblabe Jünger,
da ich regelmäßig anfragen bekommen zum Thema Triggerbounce, dachte ich mir es wäre an der Zeit eine Anleitung zum einstellen des Triggerbounce zu schreiben.
Bei fast allen Elektronischen Markierern ist es möglich einen Punkt zu finden, an dem der Markierer mit einem leichten Druck auf den Trigger fast von alleine schießt. Auf Turnieren ist dieser Effekt aber nicht erwünscht und muss daher eleminiert werden. Es gibt nun die verschiedensten Möglichkeiten diesen „Bounce“ loszuwerden, jedoch bietet kein anderer Markierer so ausgeklügelte Möglichkeiten wie die EBlade. Im Gegensatz zu vielen anderen Markierern lässt sich der Bounce bei der Eblade eleminieren ohne die ROF zu begrenzen, man muss nur wissen wie ……..
Also :
Zuerst ist es wichtig zu verstehen, warum die Gun bounced. Wenn man einen Schuss auslöst und der Zyklus beginnt bewegen sich viele Teile, welche die Gun in unruhe bringen, jedoch ist dabei nur ein Teil für den Bounce von Bedeutung. Am ende des Zyklus wird der Backblock (nachdem ein Ball in den Feed gefallen ist) nach vorne gedrückt. hierbei schlägt der Backblock gegen Markierer und bewegt ihn nach vorne. Durch diesen Impuls wird, wenn unser Finger auf dem Trigger liegt und einen leichten Druck auf Ihn ausübt, ein neuer Schuss ausgelöst. Dieser Vorgang kann sich aufschaukeln.
Der Impuls den der Backblock auslöst ist abhängig von dem Cockingdruck und der bewegten Masse. Zur bewegten Masse gehören bei der Cocker folgende Teile:
1.) Bold
2.) Boldpin
3.) Cockingrod
4.) Pumprod
5.) Backblock
Der Hammer wird zwar auch bewegt, jedoch nicht bei der Vorwärtsbewegung welche den Bounce erzeugt. Somit können wir die Masse des Hammers für den Bounce außer Acht lassen.
Hierbei ist der Impuls = Geschwindigkeit x Masse.
Das sind somit die zwei wichtigsten Ansatzpunkte um den Bounce zu verringern.
Die wichtigsten Faktoren um am Bounce zu Arbeiten sind:
1.) Gewicht der bewegten Teile
2.) Triggersettings
a. Einstellung des Magneten
b. Einstellung des Firing Points
c. Einstellung des Triggerweges
3.) Elektronische Einstellungen (Filterwerte des Triggers)
a. TPUL
b. TREL
4.) Cockingdruck
5.) Länge des Firing-Zyklus
Weiterhin wird der Bounce aber auch von dem Gewicht Eures Setups (incl. Hopper etc.) und der Art wie Ihr schießt beeinflusst. Somit solltet Ihr den Bounce immer mit Hopper und Paint testen solltet.
Zur Verringerung des Bounce könnt Ihr wie Folgt vorgehen :
1.) Einstellung des Triggers
Der Firing Point sollte so weit wie möglich am Anfang des Triggerweges stehen. Das bedeutet, dass der Schuss so weit wie möglich am Anfang der Triggerbewegung ausgelöst werden sollte. Danach sollte der Trigger noch ein wenig durchfallen. Um den Effekt zu begünstigen solltet Ihr die Magnetschraube zum einstellen des Firing-Point benutzen. Dafür könnt Ihr die zweite Schraube (hinter der Magnet-Schraube) so weit rausdrehen, dass Sie keinen Einfluss mehr hat.
Dieses Bewirkt, dass ich den Trigger nicht mehr leicht gedrückt halten kann und somit mit einer geringen Rückstellkraft (in einem halb gedrückten Zustand) den „Bouncig-Point“ finde.
2.) Einstellen der Filterwerte
Hierzu muss man verstehen, wie der Filterwert den Bounce beeinflusst. Wenn ich Theoretisch 20 BPS Trigger kann, sind das 50 ms für einen Triggerpull incl. Triggerrelease. Also Trigger ziehen und Loslassen. Somit nehmen wir die hälfte der Zeit für den Release, also 25 ms. Wenn ich 25 ms brauche, bis mein Finger wieder den Trigger ziehen kann, und ich eine Cycletime (CDEL+CON+COFF) von 55 ms habe, brauche ich min. 31 ms TREL um beim Einschlag des Backblocks den ungewollten Triggerpull zu eleminieren.
Kapiert ? …… also hier noch mal anschaulicher :
Trigger ziehen ca. 25 ms
Trigger loslassen ca. 25ms
Jetzt beginnt der TREL Wartezyklus 25 ms
Wenn jetzt der Backblock den Impuls erzeugt bevor der TREL-Zyklus abgelaufen ist, kann der Backblock-Impuls den Schuss nicht auslösen, da die Software dieses verhindert.
Wenn Ihr einen TREL von 30 ms einstellt, könnt Ihr Theoretisch immer noch schneller Triggern als Euere Eblade Schiessen kann. Also keine Panik !
Ihr Justiert also das TREL und nicht das TPUL ! Ich spiele das TPUL immer auf 0 ms!
3.) Cycle Time
Damit ist also auch klar, warum der Schusszyklus wichtig ist für den Bounce. Umso schneller Eure Eblade läuft, umso kleiner können die Filterwerte sein. Hierbei ist die mechanische Grenze bei ca. 22-23 BPS also bei ca. 42-45 ms Cycletime.
4.) Gewicht der Bewegten Teile
Hierbei ist das Gewicht vom Bold der wichtigste Faktor. Es gibt gute Delrin Bolds ( z.B. Belsales oder Eclipse) die unter 40 Gramm wiegen. Ansonsten solltet Ihr nach einem möglichst leichten Backblock suchen und den Cockingrod und Pumprod auf Titan nehmen. Absolut unerlässlich ist ein Puschpin aus Delrin !
Es gilt : Umso leichter das Bewegte System, umso weniger Bounce !
5.) Cockingdruck
Das einstellen des optimalen Cockingdruckes gehört zu den Basics bei einer Autococker ! Dreht einfach den LPR Regulator einfach ganz runter und langsam wieder hoch. Dabei schießt Ihr immer ein paar mal und dreht solange hoch bis Sie richtig Cockt und bei jedem mal den Hammer richtig spannt. Ihr könnt noch etwas zur Sicherheit hochdrehen. Hilfreich sind hier gute Rams. (z.B. Belsales Magnum Ram) Aber auch ein guter LPR Reg ist ein muss (der Beste ist meiner Meinung nach ein Palmer Rock Regulator !!)
So das wars. Ich hoffe, ich konnte Euch helfen. Das Bounce Problem lässt sich ohne Probleme in den Griff bekommen, wenn man das System begriffen hat. Ich „Debounce“ eigentlich bei jedem Millenium Event 4-5 Eblades. Mittlerweile brauche ich nicht länger als 10-15 sek. dafür. Es gibt natürlich auch ausnahmen, bei denen es sehr schwer ist. Besonders, wenn ein Extrem schwerer Bold verwendet wird. „Debouncen“ bedeutet jedoch auf keinen Fall, den Markier langsam zu machen ! Ich bin schon immer ohne Bounce schneller gewesen ! Ihr werdet es nie schaffen mit dem Bounce so schnell zu sein, als mit einem anständigen Trigger-walk ! Also Triggern üben !
Euer Banzai
da ich regelmäßig anfragen bekommen zum Thema Triggerbounce, dachte ich mir es wäre an der Zeit eine Anleitung zum einstellen des Triggerbounce zu schreiben.
Bei fast allen Elektronischen Markierern ist es möglich einen Punkt zu finden, an dem der Markierer mit einem leichten Druck auf den Trigger fast von alleine schießt. Auf Turnieren ist dieser Effekt aber nicht erwünscht und muss daher eleminiert werden. Es gibt nun die verschiedensten Möglichkeiten diesen „Bounce“ loszuwerden, jedoch bietet kein anderer Markierer so ausgeklügelte Möglichkeiten wie die EBlade. Im Gegensatz zu vielen anderen Markierern lässt sich der Bounce bei der Eblade eleminieren ohne die ROF zu begrenzen, man muss nur wissen wie ……..
Also :
Zuerst ist es wichtig zu verstehen, warum die Gun bounced. Wenn man einen Schuss auslöst und der Zyklus beginnt bewegen sich viele Teile, welche die Gun in unruhe bringen, jedoch ist dabei nur ein Teil für den Bounce von Bedeutung. Am ende des Zyklus wird der Backblock (nachdem ein Ball in den Feed gefallen ist) nach vorne gedrückt. hierbei schlägt der Backblock gegen Markierer und bewegt ihn nach vorne. Durch diesen Impuls wird, wenn unser Finger auf dem Trigger liegt und einen leichten Druck auf Ihn ausübt, ein neuer Schuss ausgelöst. Dieser Vorgang kann sich aufschaukeln.
Der Impuls den der Backblock auslöst ist abhängig von dem Cockingdruck und der bewegten Masse. Zur bewegten Masse gehören bei der Cocker folgende Teile:
1.) Bold
2.) Boldpin
3.) Cockingrod
4.) Pumprod
5.) Backblock
Der Hammer wird zwar auch bewegt, jedoch nicht bei der Vorwärtsbewegung welche den Bounce erzeugt. Somit können wir die Masse des Hammers für den Bounce außer Acht lassen.
Hierbei ist der Impuls = Geschwindigkeit x Masse.
Das sind somit die zwei wichtigsten Ansatzpunkte um den Bounce zu verringern.
Die wichtigsten Faktoren um am Bounce zu Arbeiten sind:
1.) Gewicht der bewegten Teile
2.) Triggersettings
a. Einstellung des Magneten
b. Einstellung des Firing Points
c. Einstellung des Triggerweges
3.) Elektronische Einstellungen (Filterwerte des Triggers)
a. TPUL
b. TREL
4.) Cockingdruck
5.) Länge des Firing-Zyklus
Weiterhin wird der Bounce aber auch von dem Gewicht Eures Setups (incl. Hopper etc.) und der Art wie Ihr schießt beeinflusst. Somit solltet Ihr den Bounce immer mit Hopper und Paint testen solltet.
Zur Verringerung des Bounce könnt Ihr wie Folgt vorgehen :
1.) Einstellung des Triggers
Der Firing Point sollte so weit wie möglich am Anfang des Triggerweges stehen. Das bedeutet, dass der Schuss so weit wie möglich am Anfang der Triggerbewegung ausgelöst werden sollte. Danach sollte der Trigger noch ein wenig durchfallen. Um den Effekt zu begünstigen solltet Ihr die Magnetschraube zum einstellen des Firing-Point benutzen. Dafür könnt Ihr die zweite Schraube (hinter der Magnet-Schraube) so weit rausdrehen, dass Sie keinen Einfluss mehr hat.
Dieses Bewirkt, dass ich den Trigger nicht mehr leicht gedrückt halten kann und somit mit einer geringen Rückstellkraft (in einem halb gedrückten Zustand) den „Bouncig-Point“ finde.
2.) Einstellen der Filterwerte
Hierzu muss man verstehen, wie der Filterwert den Bounce beeinflusst. Wenn ich Theoretisch 20 BPS Trigger kann, sind das 50 ms für einen Triggerpull incl. Triggerrelease. Also Trigger ziehen und Loslassen. Somit nehmen wir die hälfte der Zeit für den Release, also 25 ms. Wenn ich 25 ms brauche, bis mein Finger wieder den Trigger ziehen kann, und ich eine Cycletime (CDEL+CON+COFF) von 55 ms habe, brauche ich min. 31 ms TREL um beim Einschlag des Backblocks den ungewollten Triggerpull zu eleminieren.
Kapiert ? …… also hier noch mal anschaulicher :
Trigger ziehen ca. 25 ms
Trigger loslassen ca. 25ms
Jetzt beginnt der TREL Wartezyklus 25 ms
Wenn jetzt der Backblock den Impuls erzeugt bevor der TREL-Zyklus abgelaufen ist, kann der Backblock-Impuls den Schuss nicht auslösen, da die Software dieses verhindert.
Wenn Ihr einen TREL von 30 ms einstellt, könnt Ihr Theoretisch immer noch schneller Triggern als Euere Eblade Schiessen kann. Also keine Panik !
Ihr Justiert also das TREL und nicht das TPUL ! Ich spiele das TPUL immer auf 0 ms!
3.) Cycle Time
Damit ist also auch klar, warum der Schusszyklus wichtig ist für den Bounce. Umso schneller Eure Eblade läuft, umso kleiner können die Filterwerte sein. Hierbei ist die mechanische Grenze bei ca. 22-23 BPS also bei ca. 42-45 ms Cycletime.
4.) Gewicht der Bewegten Teile
Hierbei ist das Gewicht vom Bold der wichtigste Faktor. Es gibt gute Delrin Bolds ( z.B. Belsales oder Eclipse) die unter 40 Gramm wiegen. Ansonsten solltet Ihr nach einem möglichst leichten Backblock suchen und den Cockingrod und Pumprod auf Titan nehmen. Absolut unerlässlich ist ein Puschpin aus Delrin !
Es gilt : Umso leichter das Bewegte System, umso weniger Bounce !
5.) Cockingdruck
Das einstellen des optimalen Cockingdruckes gehört zu den Basics bei einer Autococker ! Dreht einfach den LPR Regulator einfach ganz runter und langsam wieder hoch. Dabei schießt Ihr immer ein paar mal und dreht solange hoch bis Sie richtig Cockt und bei jedem mal den Hammer richtig spannt. Ihr könnt noch etwas zur Sicherheit hochdrehen. Hilfreich sind hier gute Rams. (z.B. Belsales Magnum Ram) Aber auch ein guter LPR Reg ist ein muss (der Beste ist meiner Meinung nach ein Palmer Rock Regulator !!)
So das wars. Ich hoffe, ich konnte Euch helfen. Das Bounce Problem lässt sich ohne Probleme in den Griff bekommen, wenn man das System begriffen hat. Ich „Debounce“ eigentlich bei jedem Millenium Event 4-5 Eblades. Mittlerweile brauche ich nicht länger als 10-15 sek. dafür. Es gibt natürlich auch ausnahmen, bei denen es sehr schwer ist. Besonders, wenn ein Extrem schwerer Bold verwendet wird. „Debouncen“ bedeutet jedoch auf keinen Fall, den Markier langsam zu machen ! Ich bin schon immer ohne Bounce schneller gewesen ! Ihr werdet es nie schaffen mit dem Bounce so schnell zu sein, als mit einem anständigen Trigger-walk ! Also Triggern üben !
Euer Banzai